Money Mindset für Healing-Berufe

Money Mindset für Healing-Berufe

Was ein gutes Gefühl mit deinen Preisen zu tun hat

 

Hast du Schwierigkeiten, Geld für deine Spirituellen- oder Healing-Leistungen zu verlangen? Denn du folgst ja deinem Purpose und handelst aus dem Herzen, um anderen zu helfen und nicht, um reich zu werden? Genau diese Einstellung kann der Grund sein, warum du von deiner Tätigkeit als Healer:in oder Lehrer:in für Spirituelles (noch!) nicht leben kannst.

Ich war an dem gleichen Punkt wie du und darf auch heute noch ab und zu an meinem Money Mindset arbeiten. Vor allem durch mein Leben in Sri Lanka und Bali und die Gegensätze vor Ort werde ich immer wieder herausgefordert festzulegen, was ich für meine Leistung verlangen möchte.
Doch warum sollte deine spirituelle oder heilende Arbeit anders „entlohnt“ werden als beispielsweise die Arbeit von Bankangestellten oder Verkäufer:innen? Wo liegt der Unterschied?

Geld ist Energie

Geld ist nichts anderes als Energie. Energie die du bekommst für die Energie die du gibst. Schon die Naturgesetze belegen: alles ist im Fluss, alles ist Energie und alles ist Geben und Nehmen. Wenn du also deine Energie in Form einer Healingsession gibst, ist es ganz natürlich, dass du dafür auch Energie bekommst.

Meine Reikilehrerin sagte mir sogar einmal: wenn du Reiki ohne eine Gegenleistung gibst, werden die Heilungsergebnisse schlechter sein, als wenn du dafür etwas bekommst. Ich protestierte innerlich, lernte ich doch in erster Linie Reiki um anderen zu helfen. Doch schnell stellte ich fest, dass sie Recht hatte. Egal ob es eine Schale mit Obst war, eine warme Mahlzeit oder Geld – in dem Moment in dem die Menschen mir etwas für meine Leistungen gaben, stieg auch für sie der Wert meiner Leistung und somit die Wirkung.

Du kennst das vielleicht von dir selbst: lädst du dir ein Buch kostenlos herunter, liest du es entweder gar nicht oder nur teilweise oder verschiebst es auf später. Kaufst du dir das gleiche Buch jedoch ganz bewusst und investierst in diese Ausgabe, ist die Wahrscheinlichkeit, dass du es liest, viel höher.

Was ist meine Arbeit wert vs. Was bin ich mir wert?

Wenn es darum geht, den „richtigen“ Preis für eine Leistung zu berechnen höre ich oft den Satz: Du musst wissen, was du dir wert bist. Doch ist es wirklich das? Spiegelt was jemand dir zahlt wirklich das wider, was du dir Wert bist?
Ich habe dazu eine andere Auffassung. Was ist deinen Klient:innen eine gewisse Transformation wert? Was für einen Mehrwert schaffst du mit deiner Leistung und was möchtest du dafür nehmen? Mit diesen Fragestellungen erzeugst du Folgendes:

  • Du entkoppelst dich als Person von deinem Business. Es geht nicht darum, was du dir als Person wert bist, sondern es geht darum, welche Investition nötig ist um die Transformation zu erfahren, die du anbietest. 

Und in Bezug auf die Wortwahl:

  • Wenn du von Investition anstatt Preis sprichst, wechselt dein:e Klient:in automatisch die Perspektive von „Das kostet mich xy“ zu „Bin ich bereit xy (in mich) zu investieren“?

Was, wenn sich jemand meine Preise nicht leisten kann?

Wenn du mit deiner spirituellen – oder Healingtätigkeit ein dauerhaftes Einkommen generieren möchtest, kommst du nicht drum herum Geld zu verlangen. Du wirst ein Preismodell erarbeiten, das es dir ermöglicht deinen Lebensunterhalt zu stemmen und dir darüber hinaus vielleicht dabei hilft, deine Wünsche und Träume zu erfüllen. In meinen Coachings werfen wir immer einen Blick auf deine Basis. In dieser verankerst du, wer deine Soulmateklient:innen sind. Dazu gehört in den meisten Fällen, was er/sie bereit ist zu investieren. Das heißt, schon hier in deinen Grundlagen legst du fest, welche Teilnehmer:innen du anziehen möchtest.

Bedeutet das, dass du egoistisch bist und deine Leistungen nur denen anbieten möchtest, die sie auch zahlen können?

Ich bin der Meinung, dass das jeder für sich entscheiden darf und möchte das überhaupt nicht bewerten. Ich verstehe aber gut, wenn dein Innerstes bei dieser Ansicht vielleicht rebelliert. Ich habe für mich beschlossen, meine Leistungen verschiedenen Einkommensklassen zugänglich zu machen und deswegen folgende Lösung gefunden:

Es gibt meine Soulmateklient:innen die bereit sind, für meine Leistungen das zu zahlen, was ich gerne hätte. Und für alle, die gern meine Leistungen in Anspruch nehmen möchten aber nicht über die finanziellen Mittel verfügen biete ich, in einem für mich ausgewogenen Verhältnis, folgende Alternativen an:

  • Kostenlosen Content auf meinen Social Media Kanälen, in Form von Freebies, kostenlose Q&A Sessions, Webinars etc.
  • Ratenzahlung
  • Sitzungen – Workshops auf Spendenbasis
  • Community Events

So habe ich für mich einen guten Weg gefunden. Als Expat ist es mir wichtig, alternative Zahlungs- und Preismodelle zu haben. Denn der Unterschied zwischen einem „westlichen“ Gehalt und dem eines Einheimischen ist gravierend. Selbst innerhalb unserer westlichen Länder sind die Einkommensunterschiede oft sehr hoch, sodass es essentiell ist, dass du für dich einen Weg findest, der sich gut anfühlt.

Wie das was du fühlst, deine Ausstrahlung beeinflusst

A propros gut anfühlen…
Auch das ist bei der Preisgestaltung ein wichtiger Aspekt: Unabhängig davon, was andere Healer:innen und Lehrer:innen in deiner Branche veranschlagen, wichtig ist, dass DU dich mit dem, was du verlangst, gut fühlst. Denn verlangst du hohe Preise, nur weil das alle tun, hast selbst aber kein gutes Gefühl dabei, merken das deine Klient:innen und du wirkst unauthentisch.

Genauso ist es wenn du denkst, du müsstest deine Leistungen erst einmal für wenig Geld anbieten, weil du ja gerade erst startest. Natürlich spielt der Markt eine Rolle und ich möchte nicht sagen, dass du das völlig ignorieren solltest. Es ist sicher richtungsweisend, wenn du dir anschaust, was deine Mitbewerber:innen verlangen. Ausschlaggebend ist jedoch, dass du für dich festlegst, welche Transformation du den Menschen ermöglichst und was du dafür bekommen möchtest.

Probiere aus, was für dich funktioniert und vergiss nicht: es ist dein Healingbusiness, dein Weg als spirituelle:r Lehrer:in und du entscheidest, was sich für dich gut und richtig anfühlt.
Dieses Gefühl im Flow zu sein mit dem, was du tust, ist unter Anderem das, was deine Klient:innen als authentisch wahrnehmen und was dich wiederum einzigartig macht.

Über das Zurückgeben

Einen Gedanken, den ich selbst lange vernachlässigt habe, möchte ich abschließend noch mit dir teilen.
In dem Moment, in dem du Geld verdienst, bist du wiederum in der Lage, auch an Andere zu geben und in dich selbst zu investieren. Dies wiederum hilft Anderen, ein Einkommen zu generieren und in Menschen wie dich zu investieren. Es ist alles im Fluss

 

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